Mein Weg zu einer achtsameren Lebensweise

Achtsamkeit ist seit dem letztem Jahr ein dauerhafter Begriff und angestrebter Zustand in meinem Leben geworden. Ich bin nicht so der Yoga-Fan auch wenn mir bewusst ist, wie gesund und sinnvoll das ist. Aber da ich mich immer für eine Mischung aus unbeweglich und steif gehalten habe und selten so im Gleichgewicht bin, das ich den Baum für länger als zwei Sekunden halten kann, bin ich eher davor geflüchtet.

Ich habe fünf Jahre sehr konsequent mindestens einmal täglich Zenmeditation praktiziert, was mir sehr gut getan hat. Doch von heute auf morgen war es vorbei und ich konnte mich nicht mehr dazu bringen auf die Matte zu gehen und in Stille zu sitzen. Selbstverständlich ereignete sich das genau in einer Phase in der Meditieren unendlich hilfreich gewesen wäre. Aber sobald ich saß spielte mein Körper mir Streiche. Die Knie zwickten, es juckte im Gesicht, der Nacken oder der untere Rücken schienen durchzubrechen die Nase begann zu laufen, oder einer der Füße schlief ein. Wenn dann mal körperlich alles gut war, dann fing ein Nachbar an zu bohren oder mehrere Krankenwagen mit Martinshorn fuhren vorbei oder eines meiner Kinder benötigte genau jetzt Unterstützung.

Ihr seht, ich fand tausend überzeugende Gründe warum ich nicht meditieren konnte. Irgendwann setzte die Resignation ein und ich probierte es gar nicht mehr.

Ich hatte während der fünf Zen-Jahre eine Ausbildung zur Entspannungstrainerin absolviert und versuchte mit den diversen erlernten Praktiken zur Ruhe und in meine Kraft zu kommen, was jedoch nur selten gelang. Also blieb ich im Hamsterrad mit massiven Schlafstörungen und ohne die angestrebte Ausgeglichenheit und innere Balance.

Meine Kinder waren mittlerweile erwachsen und ausgezogen, so dass ich erstmalig nur für mich verantwortlich war. Auch die Urlaubsplanung änderte sich dadurch vollkommen. Ich hatte schon 2015 als ich auf der Suche nach einem Urlaub mit Meditationen aber ohne Yoga war (das ist echt nicht so einfach da was zu finden….)auf eine großartige Seite im Allgäu (www.wegezumsein.com)gestoßen und es zog mich förmlich dorthin. Leider passte es bis 2019 nie von der Urlausbplanung in der Firma mit den Kursen an denen ich gern teilnehmen wollte.

Letztes Jahr im Juni bin ich dann in ein Bio Hotel in Bolsterlang gefahren in dem meine Intensivwoche Meditation und Achtsamkeit stattfand und ich war nach sechs Tagen komplett im Bann von MBSR, dem gesamten Thema Achtsamkeit, endlich wieder in Mediations-Flow, nun aber geführt und nicht in kompletter Stille. Es war eine großartige Zeit , landschaftlich, von der Unterbringung, von wunderbaren Teilnehmern und vor allem von den beiden Kursleitern und den in den Meditationen gemachten Erfahrungen. Ich schwamm auf einer Welle die 863 Kilometer nach Hamburg zurück und praktizierte Zuhause voller Enthusiasmus weiter. Im Oktober besuchte ich dann in Hamburg einen 8-wöchigen MBSR Kurs und Anfang diesen Jahres einen ebenfalls 8 Wochen langen MBCT-Kurs. Allerdings musste die 8. Einheit wegen Corona abgesagt werden, aber bis dahin hatte ich für mich schon unglaublich viel erarbeitet, erfahren und ausprobiert und zähle mich nun zu den Jon Kabat-Zinn Fans.

Was Achtsamkeit für mich persönlich bedeutet und wie eine achtsame Lebensweise gerade in Covid-19-Zeiten hilft, berichte ich im nächsten Beitrag… Schreibe Fragen gern in die Kommentare oder per Mail (mail@balancestattballast.de) an mich, dann gehe ich darauf gezielt ein.

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